| La Comtesse Rouge Domina-Studio Kassel - Hessen - Deutschland |  |
 | In dem von den Bomben des zweiten Weltkriegs verschonten alten Keller, der sich unter meinen Studioräumen befindet, habe ich ein Verlies mit mehreren Einzelzellen und eine Folterkammer eingerichtet.
Wenn du einmal für einige Stunden oder Tage das Gefühl der Einsamkeit, des Ausgeliefertseins und der Ungewißheit erleben möchtest, werde ich dich als deine Herrin und Kerkermeisterin in eine der Zellen einliefern. |
Zuvor werde ich dir allerdings den am Ende eines langen Ganges befindlichen Folterkeller zeigen, wo die Opfer meiner Grausamkeit, als Spreadeagle angekettet zwischen zwei Säulen, meinen sadistischen Gelüsten ausgeliefert werden. Dies soll deine innere Einkehr befördern. Ob ich dich dort überhaupt quälen werde, entscheide ich dann später allein nach meiner Lust und Laune. |
Dann werde ich dich in deiner Zelle, in der sich nur ein Lager aus Stroh oder eine alte Matratze, ein kleiner Tisch sowie ein Eimer für deine Notdurft befinden, mit einem Fußeisen an der Wand anketten. Die Kette wird dir einen von mir individuell bestimmten Bewegungsradius gewähren, aber dir jedes Entkommen unmöglich machen. Dann wird sich die Türe deiner Zelle hinter dir schließen, die schweren eisernen Riegel werden vorgeschoben, die Schritte der Herrin entfernen sich, und du bist allein. |
Was dir dann alles durch den Kopf geht, vermag ich nicht zu erahnen. Aber nach einer Weile, vielleicht nach Stunden, beginnt die unerträgliche Zeit des Wartens. Du reagierst auf jedes kleinste Geräusch. Ist es die Herrin? Natürlich nicht ... Aber endlich - die verronnene Zeit erscheint dir wie eine Ewigkeit - hörst du die harten Tritte von Stiefeln auf dem Gang sich deiner Zelle nähern. Was wird geschehen? Wird deine Kerkermeisterin Wasser und Brot bringen? Wird sie dich aus der Haft entlassen? Wird sie dich zur Tortur abholen? |
Aber die Schritte gehen vorbei und es öffnet sich knarrend die Tür der Nachbarzelle, du vernimmst Befehle, und wenig später entfernen sich die Schritte zum Ende des Ganges, wo die Tür zur Folterkammer sich quietschend öffnet. Das Blut gefriert dir in den Adern. Und dann vernimmst du, in deiner Zelle zitternd, das Klatschen der schweren Hundepeitsche und die gellenden Schreie des Gequälten. |
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